Sonntag, 7. Dezember 2008

Ab jetzt startet der Ueberlebenskampf...

Ich sitze hier gerade in einem Internetcafe in Subic und freue mich, dass ich aus der Welt aus der ich gerade komme fliehen kann.
Ich bin jetzt seit Freitag in Subic Bay und habe somit auch eine neue Gastfamilie. Uns wurde schon im voraus gesagt, dass einige von uns sehr arme Familien haben werden und mein Gefuehl hatte mir schon gesagt, dass meine letzten Tagen herausfordernd werden, aber dass es so hart wird haette ich nicht gedacht.
Ich lebe mit Candice aus Canada in einer Familie und unsere Familie hat drei Kinder (1,7,8) und unser Gastvater ist ein Pastor. Unser Gastvater meinte zu uns, dass er sich beim Gastfamilientreffen gedacht hat "Oh man ich bin hier der Aermste"... wir leben in unser eigenen kleinen "Wohnung", das Haus von unserer Gastfamilie haben wir noch nicht gesehen aber ich glaube, die moechten auch nicht so gern sehen wo sie wohnen.
Leider kann ich keine Bilder hochladen, von daher muss ich wohl irgendwie versuchen zu beschreiben wie es aussieht. Also ueberall ists dreckig, das Zimmer in dem wir schlafen ist ganz okay eigentlich, aber dieser andere Raum mit Kueche, na ja... und dann unser Badezimmer, das ist das allerschlimmste nicht das unsere Toilette super dreckig war (wie haben sie geputzt), der ganze Raum ist einfach mehr als unheimlich und unsere "Dusche" ist ein Eimer. Natuerlich gibts nur kaltes Wassser. Dann tausende Ameisen und Kakerlaken und Insekten, ich habe schon so viele Stiche und bin etwas aengstlich das ich krank werde und Dengue-Fieber bekomme...auch mti dem Essen, was die uns geben, es ist ganz okay aber trotzdem hoffe ichd as ich cniht krank werde...
Unsere Familie ist echt nett und gibt alles an uns was sie hat, aber was mich super stoert ist, dass er versucht uns zu konvertieren. Candice und ich sind beide nicht religioes und glauben nicht an Gott, aber leider verstehen sie das nicht ganz. Daher hatte ich heut mit fast einer ganzen Kirche eine Diskussion darueber, warum ich nicht an Gott glaube und was ich denn denke woher wir Menschen kommen. Na ja war eine harte Diskussion und das ganze ist entstanden, weil unser Gastvater gepredigt hat, dass er hofft das alle Unglaeubigen den Weg zu Gott finden, damit sie nicht in Hoelle kommen und das alle Unglaeubigen auf dem falschen Weg sind und schlechte Menschen sind. Na ja, da hab ich mich ziemlich bloed gefuehlt, wo er doch weiss das wir beide nicht dran glauben und somit bin ich dann rausgegangen.
Auch wenn ein anderer das vielleicht nicht getan haette... ich moechte auch das Recht haben daran zu Glauben woran ich glaube und ich moechte, dass man das respektiert. Ich respektiere ja schliesslich auch alle, die an irgendwas und irgendwen Glauben. Das ganze ist hier ein schwieriges Thema, weil alle so religioes sind aber auf der anderen Seite auch nicht aufgeklaert und gebildet genug, um es anders zu wissen. Na ja heut abend gehts wieder in die Kirche, freu mich schon, mal sehen was dann auf mich zu kommt. Das Gute ist ich konnte mit meiner Gastfamilie gut darueber sprechen und ich hoffe das sie verstanden haben, dass sie uns nicht zu irgendwas konvertieren koennen.
Genug zu dem Thema,...ums nur nochmal zu sagen...ich will einfach nur noch Hause jetzt...ich zaehle die Tage. Ich bin auf der einen Seite super dankbar ueber die Erfahrung, aber auf der anderen Seite kann ich einfach nicht mehr und das ist alles super anstregengend, wie es nun hier gerade ist.... na ja noch 7 Naechte in dem Haus und 8 bis ihr mich wieder habt...

Dienstag, 2. Dezember 2008

Ich hab einen neuen Namen


ja, das bin ich falls ihr mich nicht mehr erkennt ;-) und im Hintergrund der Vulkan!


Ne Blume und ich und na ja meine Haare sind ab, das wollte ich nochmal hier sagen!


Und noch ein schönes Bild von Sonntag (Nathalie und ich)

Okay Leute, das wird hier wohl nun eher ein schneller Run down von den wichtigsten Dingen der letzten Tage, weil sooo müde bin.
Also am Sonntag war Hostfamilyday und da sind wir an einen Ort außerhalb Manilas gefahren zu einem Restaurant, was irgendwie auch so ein Garten war, denn das Restaurant war mehr oder weniger ein Gewächshaus, es war auf alle Fälle sehr schön dort und wir haben sooo viel gegessen. Ich kann nur generell sagen, die Philippinos lieben es zu essen... na ja außerdem sind wir an so einem Vulkan vorbei gekommen, der kleinste der Welt angeblich und der befindet sich ein nem See...war echt nett zu sehen.
Okay das war der Sonntag im großen und ganzen... dann Montag war letzter Tag in unserem Slum :-( was echt traurig war, wir haben alle Geschenke bekommen und na ja die meisten haben geweint, weil wir gehen. Wir haben für alle eine riesige Collage gebastelt mit Fotos, darüber haben sich alle sehr gefreut!
Außerdem hat der Titel des Blogeintags mit dem letzten tag zu tun denn ich habe einen Schlüsselanhänger bekommen, mit meinem Namen der irgendwie nciht mehr Fenna ist, sondern...tata...Peena (ausgesprochen --> Pina), na ja nun hab ich nen zweiten Namen, kann man ja sicher mal gebrauchen :-)!
Achja und dann hab ich noch eine Story von diesem Tag zu erzählen, als wir morgens auf die Frauen, die uns jeden morgen abholen gewartet haben, war Nathalie mein Roommate damit beschäftigt vor den Fliegen zu fliehen, die wollten nämlich an ihre Wunde ran die sie an ihrem Bein hat. Dann war eine Gastschwester von unseren Leuten da und sie kam auf die Idee, weil wir hier ja vor einem Krankenhaus warten, können wir ja mal eben nach nem Pflaster bzw. kleinen Verband fragen.
Ich muss dazu sagen, dass dies ein Krankhaus der Regierung ist und somit, gibt es freie Versorgung, weils halt für die armen Leute hier ist und die müssen dann nur die Medizin bezahlen und nicht die Behandlung. Na ja zurück zur eigentlichen Geschichte...wir dann rein in das Krankenhaus und ich mein von außen sieht das schon schäbig aus aber von innen huihui, na ja alle waren dann voll nett und haben ihre Wunde da versorgt, während ich da mit ihr gewartet habe sind soviele Leute reingekommen, die halb am verbluten oder sterben waren. Nathalie wäre fast deswegen in Ohnmacht gefallen, außerdem hat sie sich sehr schlecht gefühlt, dass alle ihr helfen, obwohl sie nur so ne kleine entzündete Wunde hat und dann da andere halb sterben. Da war dieses Baby, ich glaube das hatte das ganze Hinterteil verbrannt oder so...na ja war auf alle Fälle mal ein Erlebniss, so ein Krankenhaus von Innen zu sehen. Nur als kleiner Tipp, falls ihr mal auf den Philippinen ins Krankenhaus müsst geht doch besser in ein Privates.
Mh ja das waren wohl so die spannendsten Nachrichten, heute haben wir uns noch so super Weihnachtsdekorierte Häuser angeschaut, ja und morgen und übermorgen haben wir hier unsere Show und am Freitag gehts nach Subic.
Was ich noch schnell loswerden muss, ich bin nun soweit, vor ein paar Wochen konnte ich mir noch cniht vorstellen nach Hause zu gehen, aber ich sag euch es hat sich in "Ich kann kaum noch warten" umgeändert, es ist einfach nun die Zeit reif...außerdem freue ich mich euch bald alle wiederzusehen und ein Stück meiner Freiheit wiederzugelangen :-)

Dienstag, 25. November 2008

yeah meine Haare sind ab...


Meine "Slumfamily" ( Die Frau mit dem Baby und dann die junge Frau daneben, die eigentlich die Mama von dem Baby ist)

Nathalie (Schweden), Jimena (Mexiko) und ich


Noch ein Bild aus dem Slum in dem ich arbeite...



Hallo ihr da draußen...nach dem ersten schlimmsten Kulturschock bin ich wohl nun in der Phase angekommen in der ich langsam mich mit meiner neuen Umgebung anfreunde, auch wenn ich immer noch alles hier sehr ungewöhnlich finde.
Meine letzten Tage waren Projektarbeit und ein bisschen Freizeit natürlich. Am Sonntag hatten wir unseren freien Tag und Nathalie und ich waren 6 Stunden in der größten Mall in Asien, ich glaube wir haben in den 6 Stunden ca. 10 km zurückgelegt...na ja hab auf alle Fälle schon schöne Souvenirs gefunden und das mit dem Shoppen wird wohl auch hier die nächste Zeit nicht enden, weil erstens, ist shoppen etwas was die Philippinos gerne tun, zweitens alles ist günstig und drittens, die Sachen sind auch wirklich schön und eigentlich ist da noch ein viertens und das wäre ich brauche auch wirklich neue Sachen, denn ihr glaubt gar nicht wie abgebraucht Klamotten aussehen wenn man sie ein halbes Jahr intensiv trägt und viel wäscht und so weiter. Dazu kommt noch amerikanische Waschmaschinen haben irgendwie den draht dazu Sachen zu verschlucken. Ich kann gar nciht zählen wieviel Socken und anderen Klamotten ich verloren habe.
Na ja zurück zu dem westentlichen...die Beziehung hier zu unser Gastfamilie ist nicht gerade die beste, aber na ja es lässt sich arrangieren...
Eine Sache die mich von Tag zu Tag mehr erstaunt und mitreißt ist unser Projekt hier...die Leute sind einfach so einsame Spitze, auch wenn sie nichts haben sie geben uns einfach alles und wie ich schon beim letzten Mal geschrieben habe, jeder hat für die Tage eine Familie bekommen dort. Ihr glaubt gar nciht wie die sich um uns kümmern, sie kaufen uns Snacks und was zu trinken und freuen sich einfach so sehr das wir da sind.
Auch die Kinder, die dort alle rumlaufen jeder wieß unsere Namen und ruft nach uns...heute haben wir am Vormittag Sprachen beigebracht (Deutsch, Niederländisch, Schwedisch, Finnisch, Thai) und auch wenn natürlich diese Frauen niemal die Sprache anwenden werden, alle waren begeistert und alle haben mitgeschrieben.
Dann hatten wir heute noch ein Basketballspiel...oh man und das in der Hitze, aber es hat Spaß gemacht und wir hatten soviele Zuschauer.
Eine andere Sache ist hier in Manila, das wir hier so krass auffallen...oh man, wir sind hier so exotisch, die Leute auf der Straße sagen einem wie schön man ist und grinsen einem freundlich zu und in den Läden stehen einem sofort tausend Leute zur Verfügung, die einem die Sachen tragen und helfen wo sie nur können, manchmal nervts etwas, aber es ist auch schmeichelnd.
Achja, nun zu dem Titel dieses Blogeintrags...meine HAARE sind ab und ich sag euch das war der beste Haarschnitt meines Leben, erstmal ist der Schnitt echt total gelungen (Foto folgt) und dann hatte ich eine intenstiv Haarkur für ne halbe Stunde und während, das eingewirkt hat, habe ich eine Massage bekommen und die war echt gut :-)!
Also Leute wenn ihr je hier seit lasst euch die Haare schneiden...

Donnerstag, 20. November 2008

Mabuhay und Kulturschock

Nach unendlich langem Fliegen und am Flughafen warten bin ich in MANILA auf den Philippinen. Aber fang ich doch einfach mal von vorne an: von Nebraska gings um Mitternacht nach Denver und dann so um ca 7 Uhr am morgen mit dem Flieger nach Los Angeles, wegen der Zeitverschiebung waren wir dann da um 8 morgens. Von da an hieß es dann...warten,warten und nochmals warten, denn erst um 21 uhr ging unser Flieger zu Manila. Aber na ja die Zeit haben wir dann schon einigermaßen rumbekommen und dann gings endlich los...ich habe ehrlich gesagt die meiste Zeit sehr gut geschlafen im Flugzeug und damit ist die Zeit auch schnell rumgegangen. Um 6 Uhr morgen sind wir dann in Manila angekommen und ich kann euch sagen auch zu der Zeit war es schon schön schwül und heiß.
Dann haben wir den ganzen Tag erstmal ein Briefing gehabt über unser Projekt und die Zeit hier im Manila, zwischendurch konnten wir uns auch schonmal etwas orientieren.
Ich kann nur sagen, das ist hier alles so anders und der Verkehr, wow...sowas kann man sich wirklich nicht vorstellen.
Dann haben wir abends unsere Gastfamilie getroffen, ich bin hier mit Nathalie aus Schweden in einer Familie. Mit unserer Familie müssen wir hier nun erstmal warm werden, die sind zwar sehr nett aber, wie die leben und halt einfach anders sind, daran muss man sich erst gewöhnen.
Unsere Familie scheint sehr reich zu sein, allerdings wenn man das Haus sieht, würde man das in Deutschland nicht als reich bezeichnen. Wir haben 3 Haushälter/innen und einen Fahrer. Das Haus ist wirklich vollgemüllt mit lauter Figuren und Weihnachtsgeschenken. Weihnachten ist hier ein großes Ding und es wird schon 100 Tage bevor angefangen zu dekorieren und so weiter, daher haben wir hier auch schon ein Weihnachtsbaum. Das Essen ist hier auch sehr gewöhnungsbedürftig, sowie die Dusche, die wohl mit Eimerdusche kombiniert werden muss, da aus der Dusche nur superheißes Wasser rauskommt und dann das kalte in einen Eimer läuft.
Das Projekt in dem wir arbeiten befindet sich in einem Slumgebiet und wenn man hier über Slumgebiet spricht ist es eigentlich seltsam denn eigentlich sieht hier das meiste nach Slum aus, manche Gebiete weniger heftig als andere.
Während unseres Projekt werde wir helfen Häuser zu bauen und mit den Leuten uns beschäftigen, wir werden Dinge beibringen aber auch mal kochen. Ich kann nur sagen als wir den ersten Tag zu unserem Projektgebiet gelaufen sind, war es wie eine Zeitreise. Wir haben uns an einem Krankenhaus getroffen mit unserer Projektgruppe und dann gehts durch Gassen zu unserem Dorf in dem wir arbeiten. Die Menschen sind einfach so freunlich und offen, die leben in ihrer eigenen kleinen Welt...die für uns vielleicht unvorstellbar wirkt aber dennoch sind die Menschen keineswegs unglücklich, vielleicht sind sie so gar glücklicher als manch einer mit einer Menge Geld.
Jeder von uns hat auch eine "Gastfamilie" im Slum bekommen und es ist einfach so atemberaubend einfach dort mit denen für den Tag dann zu leben und eine Familie zu haben. Die bringen uns Getränke und Essen und wenns regnet halten sie uns den Regenschirm damit wir ja nicht nass werden.
Mein Lieblingsmoment heute war, als die Dorfbewohner auf die Idee gekommen sind das wir doch Karaoke singen könnten, es hat einfach so viel Spaß gemacht und jeder von uns musste einfach lachen über die Situation, dass wir hier in dem ärmsten Dorf sind wo die Häuser aus Pappe und Holz sind und Karaoke singen und einfach mit den Leuten eine gute Zeit haben. Ich glaube nach den 8 Tagen arbeiten dort, wirds uns allen schwer fallen den Leuten Tschüss zu sagen. Wir haben uns heute schon wie ein Teil der Dorfgemeinde gefühlt, jeder kennt uns nun mit Namen und wir Essen, Arbeiten und Feierten zusammen.
Okay zu einer letzten Sache möchte ich kommen, die mich hier wirklich stört, dass wären die ganzen Hähne hier, diese gehören zu Kultur, da die Männer ihre Hähne für den Hahnenkampf züchten. Die Hähne sind einfach überall und das heißt die machen eine Menge krach, soviel krach...ahh...ich schlafe nun auf alle Fälle mir Ohropax.
Oh man, soviel zu meinen ersten Impressionen..es werden noch viele Folgen...ich bin aufgeregt, was in den nächsten Tagen so auf uns zu kommt!
Und nun lasse ich Bilder sprechen...


Mabuhay-Willkommen (Birgit (Schweiz) und ich, ja ich weiß meine Haare sind zu lang)
Jeepnee (die sieht man hier überall, versuche noch ein besseres Bild zu machen)
Unser Dörfchen...
Noch ein Bild
Und so sehen die Häuser aus die wir bilden, wenn sie fertig sind!

Sonntag, 16. November 2008

North Platte, Nebraska


Meine Brüder für diese Woche (links: Phil, USA und mitte: Arnab (Bangladesch)

Hi ihr,
dies ist nun entgültig der letzte Bericht aus den USA, denn morgen früh gehts auf die Philippinen.
Die Woche war etwas anders als geplant. Nun gut fange ich aber ersteinmal von vorne an...als wir hier angekommen sind hats erstmal richtig schön geschneit. Meine beiden Mitbewohner aus meinem Cast und ich, haben dann auf unsere Gastfamilie gewartet. Die ist dann auch gekommenund stellten sich als ein nettes Ehepaar heraus. Dann haben sie uns die Nachricht verkündet, dass wir nicht nach Hause fahren können wegen dem Schnee, da wir ne Stunde von North Platte wohnen in einem 800 Einwohner Dorf und daher die Nacht in einem Hotel verbringen müssen. Na ja wir sind es ja gewohnt flexibel zu sein und so hat uns das nichts ausgemacht, außerdem war das Hotel auch schön.
An dem Abend hatte ich schon gemerkt, dass meine mich seit einem Monat begleitende Erkältung nun so richtig ausbrechen würde. Am Dienstag gings dann noch so gerade, aber am Mittwoch und Donnerstag musste ich dann zu Hause bleiben und ich habe dem Arzt hier einen Besuch abgestattet.
Na ja bin nun hoffe ich auf dem Weg der Besserung. Bin super aufgeregt, wie es auf den Philippinen ist aber auch etwas traurig, weil ich weiß das nun nur noch vier Wochen übrig sind von meiner Tour. Aber natürlich freu ich mich auch mal wieder nach Hause zu gehen und für länger als eine Woche in meinem eigenen Bett schlafen...bis hoffentlich bald. Melde mich sobald ich die Möglichkeit habe...

Mittwoch, 5. November 2008

Halloween und Sioux Falls, South Dakota


Ja ist denn schon Weihnachten?


Halloween...grusel...


So Leute hier nun der versprochene Halloweenbericht. Das ganze war nicht so spektakulär, wie erwartet aber dennoch hats ne Menge Spaß gemacht und ich war als tote Braut verkleidet. Wir hatten ne kleine interne Cast Party und dann am Samstag nochmal eine mit unserer Gastfamilie, was ziemlich cool war, denn der Garten war als Friedhof aufgemacht und unsere Gastmutter hat dann immer zwei Leute durchgeführt und Freunde haben dann verschiedene Gestalten gespielt und ehrlich gesagt, ich fands ja nicht gruselig, aber an einer Stelle als wir so ums Haus laufen, kam einer mit ner Maske und einer Motorsäge, da hab ich mich zumindest ganz schön erschrocken.
Ansonsten sind die restlichen Tage in Aberdeen recht ruhig verlaufen und ich fand meine Gastfamilie echt klasse, meine Gastgeschwister waren auch echt super traurig und haben geweint als wir dann am Montag gefahren sind.


Nun bin ich hier in Sioux Falls, South Dakota und die Stadt finde ich wirklich schön, bin hier mit Meron aus Äthiopien in einer Familie und wir leben hier bei einem älteren Ehepaar.
Heute ist ein super historischer Tag in den USA...Präsidentschaftswahl. Ich bin wirklich sehr aufgeregt und im Moment siehts positiv aus. Positiv im Sinne, was ich denke ist positiv ;-). Mit manchen Gastfamilien kann man gut über das Thema reden, aber da es hier nur zwei radikale Seiten gibt, muss man vorsichtig sein und nicht alle sind offen anderer Meinungen gegenüber. Deshalb, besser stillhalten und sich Meinungen anhören, seine eigene hat man ja so oder so und behält man dann manchmal einfach besser für sich.


Ein andere interessante Sache die wir heute gemacht haben ist ein Workshop über Hunger und Armut. Wir wurde in drei Grupen eingeteilt: Arm, Arbeiterklasse und Reich. Ich gehörte der Arbeiterklasse an und wir durften einen Spielplatz vom Laub entfernen, die Reichen mussten eine Organisation gründen und die Armen aus Pappe ihre Häuser bauen. Danach gab es ein "Hunger Abendessen" und wir mussten in unseren verschiedenen "Klassen" sitzen. Für mich gabs Reis und Bohnen, trocken..staubtrocken. Immerhin hatten wir Gabeln und Teller und es gab Wasser. Für die Armen gab es Reis ohne Messer und Gabel und Salzwasser. Für die Reichen gab es ein Dreigänge Menü und alle Speisen wurden an uns vorbeigetragen. Es war wirklich eine seltsame Erfahrung, weil wir echt "hungrig" waren und es war einfach nichts wirkliches zu essen da. Dann wurde das übrig gebliebene Essen von den Reichen vor unseren Augen weggeschmissen. Eine andere Sache die zum nachdenken anregt, wo wir in Deutschland, wie in vielen anderen Ländern in einer Wegschmeißgesellschaft leben.
Wieder einmal regte dieser Workshop dazu an, wie verschieden wir doch Armut und Hunger sehen in den verschiedenen Ländern. Die, die aus Afrika kommen haben eine ganz andere Erfahrung, als wir Europäer.


In weniger als zwei Wochen gehts auf die Philippinen und dann werden wir alle etwas zu sehen bekommen, was ich mir nun noch nicht vorstellen kann. Ich weiß nicht wirklich was ich zu erwarten habe, außer das die Bilder die ich heute gesehen habe, bald realität sein werden. Aber ich freu mich schon unglaublich auf die Erfahrung und bin gespannt, wie es für mich wird. Eine Sache auf die ich wohl auch verzichten muss ist das Internet, aber selbst wenn ich nicht in den Philippinen meinen Blog updaten kann, dann werde ich es spätestens zu Hause, denn die Erfahrung möchte ich auf alle Fälle teilen.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Frierende Kälte und vier Präsidenten


Das untere war mein Bett...brr....


Die vier Präsidenten und ich


Springende Up with People Leute


Heute berichte ich über meine Reise nach Aberdeen, South Dakota. Wie ich in meinem letzten Eintrag berichtet habe, sollte es über einen Zwischenstopp am Mount Rushmore nach Aberdeen gehen.
Gesagt getan, wir haben Mount Rushmore besucht und meine Bilder werden euch zeigen, was es da so zu sehen gab. Genau, vier amerikanische Präsidenten in einen Berg gehauen :-). Nachdem wir uns dort einige Stunden aufgehalten haben gings dann zu unserem Camp, wo wir übernachteten. In Holzhütten sollten wir die Nacht verbringen, achja die waren natürlich beheizt (hab leider nichts davon gemerkt). Den Abend und die Nacht verbrachten wir mit Lagerfeuer, Verstecken im Wald, Sterne gucken und anderen Aktivitäten und das alles bei kuscheligen Minustemperaturen. Schön durchgefroren gings dann am nächsten Tag Richtung Aberdeen, hier angekommen fanden meine beiden Castleute (Marieke, Niederlanden und Abeba, Äthiopien) und ich heraus, dass wir in einer Familie mit sieben Kindern wohnen werden. Aijaijaij dachte ich da erstmal. Sieben Kinder das kann ja heiter werden, aber wie manchmal alles anders ist, als man denkt, die Kinder sind wirklich alle super lieb und wohlerzogen.Sechs von den sieben Kindern sind adoptiert und wir sind seit gestern fleißig am Namen lernen. Ein anderes Event, dass diese Woche stattfinden wird ist Halloween, worauf wir nicht Amerikaner sehr gespannt sind, einen Bericht wirds dann nach Halloween geben.
Das Thema dieser Woche ist Immigration und dafür haben wir unser eigenes UWP-Land gebildet, wobei jeder einen neuen Ausweis bekommen hat, der den Status angibt, ob man Arbeitsaufenthalt hat, Flüchtling ist oder Asylbeantrager oder auch Staatsbürger. ich war ein Staatsbürger und hatte somit alle rechte, wählen usw. Ich sagte war, weil heute mein Ausweis gestohlen wurde und somit ich nun illegaler Immigrant bin. Das blöde ist, ich habe auch noch gerade heute meine Lizenz für mein eigenes Unternehmen bekommen, aber auch die ist im Ausweis, somit bin ich nun heimatlos, arbeitssuchen und illegal im Land, was heißt es wird auch nicht einfach für mich Arbeit zu finden, die einzige Möglichkeit ist ich muss den Dieb finden. Ja, in UWP-Land gibts Ausweis Diebe, aber seit heute haben wir nen Staatschef, der wird hoffentlich was dagegen unternehmen. Schon lustig diese ganze Aktivität und für euch hört sich das wahrscheinlich auch etwas verrückt an :-)